Wort auf dem Weg

Seid dankbar in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes

von Dagmar Popp

In der Bibel im 1. Thessalonicher 1, Verse 16-18 steht:
„Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus!“

Danken – in allen Dingen… ist das überhaupt möglich?
Nein, das ist aus eigener Kraft nicht möglich. Es liegt einfach nicht in unserem menschlichen Wesen zu danken wenn es uns schlecht geht. Und dennoch werden wir durch Gottes Wort dazu aufgefordert. Und unser liebender Vater im Himmel erwartet von uns nichts Unmögliches. Ist das nun ein Widerspruch? Nein, denn Er hilft uns immer, bei allem was uns bewegt und bedrängt. Er ist immer bei uns. Das sind Seine Zusagen an uns.
Lasst uns Gottes Zusagen vertrauen, auch wenn in unserem Leben gerade alles nicht rund läuft, wenn Sorgen und Nöte uns zu erdrücken drohen, wenn Krankheit und Schmerz nicht weniger werden und uns die Frage: „wo bist du Gott?“ „warum hilfst du jetzt nicht?“ verzweifeln lassen?
Gottes Wort sagt: seid fröhlich und dankbar in allen Dingen. Also lasst uns genau hinschauen und erkennen, dass Gott nicht von uns erwartet für alles zu danken was uns widerfährt. Aber immer und in jeder noch so ausweglosen Situation können wir mit dankbarem Herzen unserem Herrn und Heiland Vertrauen entgegenbringen. In allen Dingen unseres Lebens: in freudigen Begebenheiten und ebenso auch in großem Leid werden wir aufgefordert fröhlich und dankbar auf Ihn zu schauen. Er hat einen guten Plan für uns, auch wenn wir es oft nicht erkennen. Wir können und sollen Gott vertrauen und Hilfe und Trost von ihm erwarten und alles aus Seiner Hand empfangen.
Anmerkend möchte ich daran erinnern, dass es so viel Dankenswertes in unserem Alltag gibt, was wir oft gar nicht mehr wahrnehmen. Ist es denn wirklich selbstverständlich täglich satt zu werden und ein Zuhause zu haben? Viele Menschen auf dieser Erde haben das nicht. Lasst uns mit einem dankbaren Herzen auch die einfachen und für uns fast schon selbstverständlich gewordenen Dinge aus Gottes Hand nehmen. Ich erzähle eine kleine Begebenheit aus meinem Leben: Vor einigen Jahren brachte ich Hilfsgüter nach Rumänien und übernachtete in einem Hotel in den Südkarpaten. Nach der langen anstrengenden Reise wollte ich am Abend gerne duschen, aber das Wasser war abgestellt. Und am nächsten Morgen gab es nur rostig braunes fast kaltes Wasser aus der Brause. Wie dankbar war ich nach einigen Tagen daheim unter meiner Dusche mit warmem sauberem Wasser rechnen zu können. Manchmal müssen wir einfach unseren Blick verändern um für die uns so selbstverständlich gewordenen Alltäglichkeiten danken zu können. Hier verrate ich euch eine geistliche Wahrheit zum ausprobieren: entscheide dich Gott im Lobpreis zu begegnen, nicht nur im Gottesdienst beim Gesang, sondern lobe Gott im Alltag, auch in ausweglosen Situationen. Auch wenn sich die Probleme dadurch nicht sofort erkennbar verändern, wirst du eine Veränderung in deinem Herzen erleben. 

Mit Gottes Hilfe durch den Heiligen Geist ist ein dankbarer Lebensstil möglich. Also lasst uns fröhlich und dankbar in allen Dingen unserem Herrn vertrauen.
Denkt immer daran:
Danken schützt vor Wanken - Loben führt nach oben