Wort auf dem Weg

Wenn ich nur so glauben könnte wie du...

von Ingmar Müller

Ich war überrascht, als ich diese Worte vor einiger Zeit von einem Mann hörte – dabei empfinde ich meinen Glauben gar nicht besonders... Ich habe ihn ermutigt und ihm gesagt, dass keiner von sich aus an Gott glauben und ihm wie ein Kind vertrauen kann. Aber Gott hat uns zugesagt, dass Er jedem Menschen ausreichend Glauben schenkt, damit wir an ihn glauben und ihm vertrauen lernen!
So oder so ähnlich hätte der verzweifelte Vater seine Sehnsucht damals zurzeit Jesu ausdrücken können, als er an einem Tiefpunkt seines Lebens auf Jesus traf. Kein Mensch konnte seinem offensichtlich an Epilepsie erkranktem geliebten Sohn helfen- er war von Menschen und ihren Möglichkeiten enttäuscht und vom Leben gezeichnet. Jesus spricht ihn an und trifft ihn genau an dem wunden Punkt seines Lebens und eröffnet ihm den Blick für Gottes Möglichkeiten in seiner reduzierten Sicht einer klein gewordenen Welt: „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt!“ Und da platzt es nur so aus dem verzweifelten Vater heraus: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Markus 9,24.
Die Jahreslosung von 2020 will uns heute genau diese Herzens-Haltung wachhalten! Der Vater spricht Jesus sein ganzes Vertrauen aus und setzt alles auf diese eine Karte: Jesus – vielleicht ist es seine allerletzte Chance gewesen. Vielleicht hat er in seinem Inneren gespürt: Wenn jetzt noch einer helfen kann, dann Er! Vielleicht war der Glaube des Vaters nach menschlicher Sicht unbedeutend und klein. Aber offensichtlich lag ein kindliches Vertrauen in Jesus darin, ein sich-ihm-anvertrauen-und-zur-Ruhe-darin-kommen, so dass Jesus darauf reagieren konnte und seinen Sohn gesund machte!
Vielleicht stehen Sie oder stehst du gerade auch an einem ähnlichen Punkt, dass alle menschlichen Möglichkeiten bisher nicht gegriffen haben und sich so ein seltsames Gefühl von Verlassen-Sein und Resignation breit gemacht hat. Vielleicht ist die Frage nach einem liebenden Gott in diesem ganzen Erleben mittlerweile verstummt. Der Schlüssel zur Veränderung damals war nicht der überdimensionale Glaube, die große geistliche Leistung oder Erkenntnis, sondern die Erkenntnis des Vaters, dass er aus sich heraus nicht glauben kann. Und genau so kam er zu Jesus. Vielleicht kann es genau in Ihrer oder in deiner Situation dieses Gebet sein, mit dem sich Lebensumstände radikal verändern können. Wenn Sie auch nur einen Funken von lebendigem Vertrauen in Jesus haben, dann sprechen Sie dieses Gebet mit mir und Sie werden erleben, wie sich Ihr Leben verändert: „Jesus Christus, ich danke dir, dass du mein ganzes Leben kennst; alle Höhen und auch alle Tiefen. Ich will dir vertrauen, weil du Gottes Sohn bist. Ich weiß, dass ich von mir aus nicht glauben kann, darum schenke mir ein kindliches Vertrauen in dich! Ich danke dir für dein Eingreifen und für deine Hilfe jetzt!“ Lernen Sie Jesus näher kennen, indem Sie beispielsweise unseren Gottesdienst sonntags morgens um 10.00 Uhr besuchen! Ich freue mich zu erfahren, welche Erfahrungen Sie mit Jesus Christus, Gottes Sohn, heute machen!