Geschichte

Geschichte der Landeskirchlichen Gemeinde Hermsdorf e.V.

 

Der erste „Grundstein“ der Gemeinde von Hermsdorf wurde 1903 von einem bereits pensionierten Prediger in Form eines Hauskreises gelegt. Allerdings gab es zu dieser Zeit noch kein Gemeindehaus. Das Treffen fand in einer Wohnung in der heutigen Bertramstraße statt.

Hermsdorf entwickelte sich zu diesem Zeitpunkt gerade zu einer Gartenstadt. Als 1860 der Unternehmer Lessing Hermsdorf kaufte, war es noch ein Gutshof gewesen. Die Infrastruktur entwickelte sich immer weiter und es entstanden immer mehr Häuser.

Bis es zum Bau des heutigen Gemeindehauses kam, vergingen noch einige Jahre und auch die Gemeinde zog so manches Mal noch in andere Räumlichkeiten. Bis man sich schließlich 1928/29 entschloss das heutige Grundstück zu kaufen und im großen Vertrauen auf Gott begann man dann im Jahre 1931 mit dem Bau des Gemeindehauses.

Bis zum Ende des Krieges war das Gemeindehaus für einige Zeit beschlagnahmt, damit dort Möbel von ausgebomten Hermsdorfern gelagert werden konnten. Bis auf eine Brandbombe, die nur wenig Schaden am Dach anrichtete, blieb das Gemeinschaftshaus unversehrt. Nach Beendigung des Krieges wurden die Räumlichkeiten wieder freigegeben. Man hatte sich bis dahin in der Dorfkirche getroffen.

Aber es veränderte sich ständig etwas, so wurde 1948 wieder gebaut und es entstanden zwei Zimmer, die heute zu der unteren Wohnung gehören. Am 12. Juni 1951 beantragte die Gemeinschaft die Registrierung der „Landeskirchlichen Gemeinschaft innerhalb der EKD in Berlin Hermsdorf“, die am 15. Juni 1951 bestätigt wurde. Am 1. Oktober 1953, als die Gemeinde 50 Jahre Bestehen feiern konnte wurde der erste hauptamtliche Prediger, Günter Gnuschke (23J.), in den Dienst gestellt.

In den nächsten Jahren gab es immer wieder Predigerwechsel, Renovierungsarbeiten und Umbaumaßnahmen. Es gab auch Zeiten, in denen man keinen Prediger hatte und es mussten die Gottesdienste von der Gemeinde gestaltet werden. Ab dem 5. April 1998 war es den Predigern der Gemeinde nun auch erlaubt die gleichen kirchlichen Handlungen, wie Taufe, Hochzeiten und Beerdigungen auszuführen, wie der Pfarrer der Ev. Kirche. Es gab immer wieder besondere Veranstaltungen, wie Waldgottesdienste, Kreisfahrten, Gemeindefreizeiten, Kiezfeste, Hochzeiten, Taufen und Konfirmationen.

Das Gemeindehaus und seine Mitglieder sind im ständigen Wandel, wo jeder Einzelne mit seinen Gaben daran Teil hat, wo Gott immer wieder bewahrt und seine schützende Hand auf die Gemeinde legt.